Unter dem Dach von European.Social hat sich eine breite europäische Bewegung formiert, die eine eigenständige, dezentrale und offene soziale Medien-Infrastruktur für Europa aufbauen will. Die Initiative richtet sich gegen die Dominanz großer monopolistischer Plattformen mit „autoritärer Governance“ und wirbt für digitale Autonomie, europäische Technologie und demokratische Kontrolle über die Infrastruktur des Social Web.
Save Social – Networks For Democracy zählt zu den Gründungsmitgliedern der Bewegung und hat den prozess zusammen mit der englischen Newsmast-Foundation initiiert. Daneben sind Organisationen wie Mastodon, der Matrix.org Foundation, Framasoft/PeerTube, die Social Web Foundation oder Waag Futurelab unter den Erstunterzeichnern der gemeinsamen Erklärung. Das Netzwerk steht ausdrücklich für soziale Netzwerke im Dienst der Demokratie, Kernanliegen der Allianz ist es, offene, dezentrale Strukturen als Schutzschild für europäische Demokratie und digitale Souveränität zu etablieren.
Im Zentrum steht die Verbindung bestehender offener Protokolle und Plattformen: das Fediverse (u. a. Mastodon, PeerTube, Mobilizon), die Atmosphere auf Basis des AT-Protokolls (u. a. Eurosky, Flashes, Tangled) sowie offene Messaging-Standards wie Matrix und XMPP. Ergänzt werden diese durch Projekte wie Eurobridge – eine europäisch betriebene Brücke zwischen Fediverse und Atmosphere –, verteilte Identitätssysteme, DSA-konforme Moderationsinfrastruktur und Multi-Protokoll-Integration. Die Bewegung fordert Regierungen, Kommunen und öffentliche Medien auf, Inhalte vorrangig auf offenen europäischen Netzen zu veröffentlichen und deren Entwicklung zu finanzieren. Ziel ist nicht nur demokratische Resilienz gegen fremde Einflussnahme, sondern auch, die Wertschöpfung sozialer Medien – Tausende Jobs und Milliardenbeträge – in Europa zu halten.