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Petition
Digitalknast öffnen!

Mehr Sichtbarkeit für alle im freien Netz!

Worum es geht

Wer auf Facebook, TikTok und Instagram einen Link zu einem ein Angebot außerhalb der Plattform postet, der wird sofort bestraft: mit weniger Reichweite, weniger Sichtbarkeit, weniger Publikum. Manche Plattformen (z. B. Instagram) verbieten solche Links in Beiträgen gleich vollständig (und erlauben nur „Link in Bio“).

Um unsere Aufmerksamkeit ganz an sich zu fesseln, hat Big Tech seine Plattformen in digitale Gefängnisse verwandelt. Die Bundesländer haben jetzt die Chance, uns daraus zu befreien: Im Entwurf des Digitalen Medienstaatsvertrags planen sie immerhin, die Benachteiligung bestimmter Inhalte zu verbieten. Doch das geht nicht weit genug.

Wir fordern: Outlinkfreiheit für alle!

Unsere Forderungen:

  1. 1

    Plattformen müssen ihren Nutzern ermöglichen, auf allen Ebenen Outlinks zu setzen – in Texten, Bildern, Videos. Diese Links müssen direkt zu den angebotenen Inhalten außerhalb der Plattform führen, Plattformen dürfen Nutzer nicht im In-App-Browsern weiter gefangenhalten.

  2. 2

    Die Outlink-Diskriminierung muss für alle Inhalte verboten werden: Das Nicht-Diskriminierungsgebot des § 94 Digitale Medienstaatsvertrag darf sich nicht nur auf journalistisch-redaktionelle Angebote beschränken, sondern muss auf alle Inhalte – Websites von Vereinen und Initiativen, Blogs, Podcasts, Kulturschaffende, kleine und mittlere Unternehmen, Bildung und Wissenschaft, private Nutzer*innen – erweitert werden.

  3. 3

    Keine algorithmische Bestrafung von Links: Plattformen und Intermediäre mit großer Marktmacht dürfen Inhalte mit externen Links nicht mehr in Reichweite, Sichtbarkeit oder Auffindbarkeit benachteiligen – ohne Ausnahme und ohne Hintertürchen.

  4. 4

    Wirksame Kontrolle durchsetzen: Die Einhaltung der Outlinkfreiheit muss wirksam überwacht und bei Verstößen konsequent sanktioniert werden – unabhängig davon, wer verlinkt. Das bedeutet auch einen unabhängigen, freien Zugang für Wissenschaft und Forschung, um die Wirkungsweise von Algorithmen transparent nachzuweisen.

Das offene Internet ist ein demokratisches Gut. Jede Stimme zählt – egal ob sie aus einer Redaktion, einem Atelier oder einem Wohnzimmer kommt. Zeichnet den Digitalen Medienstaatsvertrag nur mit voller Outlinkfreiheit für alle!

Adressaten

  • die Ministerpräsident*innen der Bundesländer
  • die übrigen Mitglieder der Rundfunkkommission

Warum ist das wichtig?

Stell dir vor, du erzählst deinen Freund*innen von einem tollen Buch, einem Verein, einem Blog – und plötzlich verbietet Dir jemand das Wort. Genau das passiert gerade im Netz: Facebook, Instagram, TikTok und andere Plattformen benachteiligen Inhalte, die per Link auf Angebote außerhalb der Plattform verweisen – sogenannte „Outlinks“. Entweder lassen sich solche Links gar nicht setzen (etwa in Instagram-Posts). Oder der Algorithmus straft uns ab und zeigt Posts nur noch selten an, wenn sie auf die eigene Website, den Podcast, die Bürgerinnen-Initiative oder den Kulturverein verlinken. Das bedeutet: Keine Reichweite, keine Klicks – und ein Post erreicht fast niemanden mehr!

Das ist kein Zufall, sondern Geschäftsmodell: Plattformen halten uns, unsere Gedanken und Inhalte bei sich gefangen. Jeder Klick, der weg von der Plattform führt, entzieht ihnen Daten und Aufmerksamkeit und generiert weniger Werbeeinnahmen. Deshalb unterdrücken Plattformen gezielt Links nach außen – und mit ihnen alle Menschen, die im Netz unabhängig sein wollen: Blogger*innen, Kreative, kleine Unternehmen, Vereine, Bildungsträger, Initiativen und ganz normale Nutzer*innen.

Das beschädigt unsere Demokratie und unsere Meinungsvielfalt. Weil nur noch sichtbar ist, was innerhalb der Monopol-Plattformen passiert, ist das ehemals offene Internet zu einem Gefängnis geschrumpft. Links sind so etwas wie das Lebenselixier des Internets.

Jetzt werden die Bundesländer tätig – aber nur halbherzig: Die Rundfunkkommission der Länder verhandelt derzeit den Digitalen Medienstaatsvertrag. Der Entwurf des §94 verbietet immerhin erstmals großen Plattformen und Medienintermediären, journalistisch-redaktionelle Angebote durch die Benachteiligung von Verlinkungen zu diskriminieren. Das ist ein wichtiger erster Schritt – aber er reicht nicht. Eine Tageszeitung dürfte nach diesem Entwurf zwar künftig unbenachteiligt verlinken. Die Bürgerinitiative um die Ecke, der Solo-Selbstständige mit seiner Website, der Verein, die Künstlerin, der Podcast ohne Redaktionssiegel – sie alle aber bleiben im Digitalknast gefangen.

Wir sagen: Ein freies Internet für wenige ist kein freies Internet. Alle sollen die Freiheit haben Inhalte zu verlinken, ohne dafür bestraft zu werden.

Hintergrund

SaveSocial hatte seit seiner Entstehung den digitalen Freiheitsentzug und die digitale Gefangennahme der Nutzer („Lock-In“) durch die Monopolplattformen zu einer zentralen Forderung gemacht. Ein erster Erfolg war die Aufnahme unserer Forderung der Befreiung der Outlinks in die Koalitionsvereinbarung. Jetzt haben wir die einmalige Chance, das Netz in seiner Substanz zu ändern – und einen echten Schritt zu machen, bei der wir in einer zentralen Dimension die digitale Gefangennahme beenden und die Fremdbestimmung und Bevormundung der Nutzer durch die Tech Konzerne zu stoppen. Dafür sollten wir jetzt mit allen Mitteln kämpfen. Der Ball liegt direkt vor dem Tor: Jetzt dürfen wir nicht lockerlassen, bis dieser Punkt konsequent und ohne Abstriche umgesetzt wird.

Wer den Aufruf unterstützt

  • Lächelnde Person mit lockigem Haar, das Kinn auf die Hände gestützt, vor einem Bücherregal.
    Foto: Heike Blenck

    Nina George

    Schriftstellerin, Ehrenpräsidentin European Writers’ Council (EWC)

  • Person mit großer Brille, den Kopf in die Hand gestützt.
    Foto: Kerstin Behrendt

    Rocko Schamoni

    Schriftsteller, Regisseur, Musiker, Künstler

  • Person mit kurzem Bart vor einer weißen Ziegelwand.

    Sebastian Klein

    Mitgründer Karma Capital & Neue Narrative

  • Person mit langem Haar, den Kopf leicht geneigt.
    Foto: Annika Weinthal

    Dota Kehr

    Sängerin

  • Person mit dunkler Brille und kurzem Bart.

    Frederik Obermaier

    Direktor Paper Trail Media GmbH

  • Lächelnde Person mit dunkler Brille und hellem Pullover vor einem Fenster.
    Foto: Johannes Haas

    Ralph Caspers

    Autor & Moderator

  • Lächelnde Person mit lockigem Haar und Kinnbart.
    Foto: Dominik Butzmann

    Dr. Eckart v. Hirschhausen

    Gründer der Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen

  • Lächelnde Person mit langem hellem Haar, Pony und dunkler Brille.
    Foto: Kay Herschelman

    Sandra Goldschmidt

    Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg und stv. Vorsitzende NDR Rundfunkrat

  • Person mit Schnurrbart und Kinnbart, leicht lächelnd.
    Foto: Magnus Terhorst

    Saša Stanišić

    Schriftsteller

  • Lächelnde Person mit kurzem, strubbeligem Haar.
    Foto: Florian Lechner

    Martin Andree

    Autor und Medienwissenschaftler

  • Lächelnde Person im weißen Hemd vor dunklem Hintergrund.
    Foto: Mieterbund Bonn

    Prof. Ulrich Kelber

    Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit a.D.

  • Lächelnde Person mit langem dunklem Haar und runder Brille vor einem Bücherregal.

    Heike Ollertz

    Fotografin und Geschäftsführerin FREELENS e.V.

  • Lachende Person mit Pony und dunkler Brille.

    Dr. Astrid Deilmann

    Geschäftsführende Vorständin Campact e.V.

  • Lächelnde Person mit schulterlangem Haar und dunklem Blazer.
    Foto: Bonn Institute

    Ellen Heinrichs

    Geschäftsführerin Bonn Institute

  • Person mit lockigem Haar und Bart in einem Tweed-Sakko.

    Ralf Stockmann

    Direktor Digitale Entwicklung, Zentral- und Landesbibliothek Berlin

  • Person mit hellem Haar und Bart.

    Axel Martens

    Fotograf

  • Person mit karierter Schiebermütze und Bart.
    Foto: Heike Blenk

    Lars Jessen

    Regisseur

  • Lachende Person mit Glatze und dunkler Brille.
    Foto: Leopold Achilles

    Prof. Dr. Leonhard Dobusch

    Universität Innsbruck, Mitglied ZDF Verwaltungsrat

  • Person mit Brille und Bart hinter einem Laptop voller Aufkleber, Blick nach unten.

    Henning Krause

    Scientists for Future

  • Lachende Person mit kurzem Haar und Vollbart.

    Johannes Mirus

    Geschäftsführender Gesellschafter Bonn.digital

  • Person mit hochgestecktem Haar, Blazer und gemustertem Oberteil.
    Foto: Frank Sonnenberg

    Hanna Möllers

    Deutscher Journalisten-Verband (DJV)

  • Person mit Schiebermütze und Vollbart vor einer Ziegelwand.

    Marc-Uwe Kling

    Autor

  • Lächelnde Person mit hellem Haar und Pony.

    Prof. Dr. Gabriele Hooffacker

    HTWK Leipzig

  • Person mit Basecap und Brille, Pullover über kariertem Hemd.

    Sascha Pallenberg

    Techblogger

  • Zwei Personen mit Brille und dunklen Hemden vor einer Backsteinwand.

    Samuel Philipp & Dennis Henke

    Gründer Ossrox UG

  • Lächelnde Person mit Brille und Bart im Sakko.

    Prof. Dr. Tanjev Schultz

    Journalistisches Seminar Johannes Gutenberg-Universität Mainz

  • Person mit Brille und kurzem Haar vor einer dunklen Wand.
    Foto: Susann Jehnichen

    Christian Bollert

    Journalist & Mitgründer Podcast-Radio detektor.fm

  • Person mit Glatze und dunklem Hemd vor dunklem Hintergrund.
    Foto: Anja Thölking

    Horst Evers

    Autor und Kabarettist

  • Lächelnde Person, den Kopf geneigt.
    Foto: Frank Siemers

    Kai Pannen

    Kinderbuchautor, Illustrator

  • Lachende Person mit Brille und dunklem Hemd.
    Foto: Natalia Mamaj

    Dirk von Gehlen

    Director Think Tank SZ-Institut

  • Lächelnde Person mit Kinnbart und kariertem Hemd.

    Sascha Foerster

    Geschäftsführender Gesellschafter Bonn.digital

  • Lächelnde Person mit strubbeligem Haar und Brille, Blick nach oben.

    Stefan Proksch

    Podcaster

  • Person mit Brille und Bart, leicht lächelnd.

    Marco Maas

    Datenjournalist, Geschäftsführer Datenfreunde GmbH

  • Person mit runder weißer Brille und grauem Haar.

    Prof. Dr. Andreas Hepp

    Kommunikationswissenschaftler, Sprecher des ZeMKI, Universität Bremen

  • Lächelnde Person mit hellem Haar.

    Prof. Dr. Harald Wehnes

    Sprecher Präsidiumsarbeitskreis „Digitale Souveränität“ der Gesellschaft für Informatik e.V.

  • Person mit runder Brille und T-Shirt.
    Foto: Mondorf-Fotografie

    David Gaedt

    Gründer Good News Magazin

  • Lachende Person mit Glatze und Dreitagebart.
    Foto: Johannes Wulf

    Björn Staschen

    Mitgründer Save Social

  • digitalcourage e. V.

  • IO – Illustratoren Organisation e.V.

  • Person mit Vollbart und runder Brille

    Thomas Günther

    Studio Poyo

  • Person mit langen, glatten Haaren

    Yoshie Agata

    Studio Poyo

Mehr von dem, was wir machen

  • Wir fordern: Die Bundesregierung soll X sofort verlassen und auf offene, gemeinwohlorientierte Plattformen wechseln.

  • Übergabe der Petition in Berlin: Eine Person in roter Jacke hält ein Schild „253.241 Bürger*innen fordern: Soziale Netzwerke als demokratische Kraft retten“, daneben schauen mehrere Personen in die ausgedruckten Unterschriften.
    Foto: Lonsky / Campact

    Demokratiestärkende Angebote müssen ausgebaut werden, demokratieschädliche Plattformmonopole sollten ihre massiven Privilegien umgehend verlieren.