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Aufruf zum ersten DI.DAY am Sonntag, 4. Januar

Hamburg, Pressemitteilung

Menschen sitzen an einem Tisch vor einem großen Bildschirm und schauen gemeinsam darauf.

Zum ersten Digital Independence Day – kurz „DI.DAY“ – am Sonntag, 4. Januar, finden bundesweit mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen statt. Über 30 Initiativen beteiligen sich an dem Aktionstag, der künftig an jedem ersten Sonntag im Monat stattfindet. Das Bündnis ruft Menschen dazu auf, zu digitalen Angebote zu wechseln, die Unabhängigkeit, persönliche Daten, Resilienz und damit die Demokratie schützen.

Von Berlin bis München, von Coburg bis Stralsund – regionale Gruppen des Chaos Computer Clubs und anderer Organisationen bieten am Sonntag vor Ort Beratung beim Wechsel beispielsweise des Messengers von WhatsApp zu Signal oder des Betriebssystems von Windows zu Linux an. Online laden unter anderem die Gesellschaft für Informatik und die Initiative Save Social zu Wechselsprechstunden, beispielsweise vom Netzwerk X zu Mastodon. Viele der Beratungsangebote sind unter der Internetadresse https://di.day/zusammen/ (external link) verlinkt.

Auf seiner Website bietet der DI.DAY zudem Wechselrezepte an: einfache Anleitungen, nach denen Menschen beispielsweise zu datenschutzfreundlichen E-Mail-Anbietern, unabhängigen Messengern wie Signal oder Browsern wie Firefox wechseln können. Der Illustrator Florian Biege hat die Rezepte für den DI.DAY exklusiv illustriert.

Stimmen aus dem Bündnis

Koordiniert wird der DI.DAY von der Initiative Save Social.

Ein fantastisches Zeichen, dass so viele Organisationen sich aktiv am DI.DAY beteiligen

Der Wechsel auf die gute Seite ist einfach. Wir stehen zusammen gegen die Macht der Monopolisten – der DI.DAY zeigt, wie kraftvoll wir gemeinsam sein können.

Lachende Person mit Glatze und Dreitagebart.

Björn Staschen

Mitgründer

„Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln“, kritisiert der Autor Marc-Uwe Kling, der die Idee zum DI.DAY mitentwickelt hat.

Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können.

Person mit Schiebermütze und Vollbart vor einer Ziegelwand.

Marc-Uwe Kling

Autor

Die großen Plattformen erschweren den Wechsel gezielt. Gleichzeitig wirkt der Netzwerkeffekt gegen uns: Verlieren wir beim Umzug unsere Kontakte? Finden wir unsere Informationsquellen wieder? Und wie gelingt der Wechsel überhaupt? Umso mehr freuen wir uns, dass in vielen Städten Expert*innen des CCC mit Rat und Tat zur Seite stehen. So gelingt der Umzug nicht nur, sondern wird auch nachhaltig.

Linus Neumann

Sprecher des Chaos Computer Clubs

Franziska Heine, Vorstand von Wikimedia Deutschland, kritisiert zum Start des DI.DAY, dass die Bundesregierung noch immer das Netzwerk X nutzt:

Weil digitale Unabhängigkeit für Jeden und Jede wichtiger denn je ist, haben wir dem Bundeskanzler zu Weihnachten einen Mastodon-Account geschenkt! Das könnt ihr auch - schenkt euch selbst, den Nachbarn, der Oma ein Stück Freiheit und digitale Selbstbestimmung!

Franziska Heine

Vorstand von Wikimedia Deutschland

In einer Petition von Save Social fordern aktuell mehr als 150.000 Menschen den Abschied der Bundesregierung von X. Auf DI.DAY ist entsprechend auch ein Rezept für den Abschied von Netzwerk X und den Wechsel zum algorithmusfreien, dezentralen Dienst Mastodon zu finden.

Unterstützt von

Unterstützt wird der DI.DAY von einem breiten Bündnis von Organisationen, das weiter wächst. Derzeit engagiert sind unter anderem Bonn.digital, der Chaos Computer Club, Digitalcourage, die Digitale Gesellschaft, Ecosia, Epicenter.works, fairkom, FediVariety, freiburg.social, Independent Federated Trust & Safety (IFTAS), hostsharing, King Consult, Mastodon, Netzbegrünung, Nextcloud, Ossrox, der Präsididiumsarbeitskreis Digitale Souveränität der Gesellschaft für Informatik, Robin Wood, Save Social – Networks For Democracy, Social Social, die Schöpflin-Stiftung, Topio, ver.di Hamburg, Wechange und Wikimedia Deutschland.

Pressebilder

Die Illustrationen von Florian Biege können mit Angabe „Florian Biege für den DI.DAY“ (DI.DAY als Link zur Webseite) für die Berichterstattung über den DI.DAY genutzt werden.

Pressekontakt

Bei Rückfragen:

  • Save Social – Networks for Democracy gUG Björn Staschen +49-171-8350264
Download: Aufruf zum ersten DI.DAY am Sonntag, 4. Januar